Zigarettenrauch: Inhaltsstoffe und Auswirkungen

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Rauchen ist ungesund, und darüber braucht man nicht zu streiten. Doch was genau macht das Rauchen so ungesund? In erster Linie sind es die Gifte im Tabakrauch, allen voran das Nikotin, die bei Inhalieren in den Körper des Rauchers und des Passivrauchers gelangen. Doch auch in der Luft, die beim Rauchen ausgeatmet wird, befinden sich viele Schadstoffe, die sowohl die Gesundheit des Rauchers als auch die seiner Mitmenschen beeinträchtigen. Unbestritten ist, welch eine schädliche Wirkung das Inhalieren von Zigarettenrauch auf den Konsumenten hat.

Doch viele Raucher sehen nur das Nikotin als gefährliche Substanz an und wissen gar nicht, was sie darüber hinaus sonst noch alles einatmen. Dabei sind im Tabakrauch Inhaltsstoffe, die höchst ungesund sind. Bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe dieses Cocktails kann man nur noch den Kopf schütteln. Denn der Rauch einer Zigarette enthält bis zu 12.000 verschiedene chemische Substanzen, von denen mindestens 2.000 als gefährlich bekannt sind.

Kategorisierung der Gifte im Tabakrauch

Man kann diese schädlichen Stoffe grob in vier Kategorien einteilen, wobei Überschneidungen nicht selten vorkommen:

  • bluttoxische Stoffe
  • Nervengifte
  • Karzinogene
  • Reizende Substanzen

Zu den bluttoxischen Stoffen zählt unter anderem das Kohlenstoffmonoxid. Dabei handelt es sich um ein Gas, das auch in Autoabgasen enthalten ist. Kohlenmonoxid bindet sich an den Farbstoff Hämoglobin im menschlichen Blut und verringert so die Aufnahmefähigkeit der roten Blutkörperchen. Dadurch kann weniger Sauerstoff über das Blut transportiert werden – regelmäßige Raucher sind daher oftmals kurzatmig und geraten schnell außer Atem.

Zwar ist es allein durch Zigarettenkonsum kaum möglich, sich eine Kohlenmonoxidvergiftung zuzuziehen, doch das macht den Stoff nicht weniger gefährlich. Anders dagegen bei der Schischa: Solch eine Kohlenmonoxidvergiftung ist beim häufigen Rauchen von Wasserpfeifen durchaus möglich, da der Stoff hier in höherer Konzentration im Rauch enthalten ist. Aber auch andere toxische Stoffe sind im Zigarettenrauch enthalten, so zum Beispiel Blausäure, Quecksilber und Spuren von Plutonium.

Nikotin ist ein Nervengift

Tabakrauch Gifte

Der bekannteste Vertreter der Neurotoxine, also Nervengifte, ist das Nikotin. 50 Milligramm davon sind für einen erwachsenen Menschen in der Regel tödlich. Das ist in etwa die Menge, die ein Gewohnheitsraucher über den Tag verteilt verraucht – in seinen Körper nimmt er allerdings „nur“ circa 20 Milligramm auf. Nikotin verursacht Blutdruckabfall und lähmt langsam die Muskeln des Körpers; inklusive des Herzens. Bei zu hoher Konzentration folgt schließlich eine vollständige Lähmung und damit verbunden der Kreislaufkollaps. Auch das hochgradig giftige Arsen findet man in Zigarettenrauch – Inhaltsstoffe, die jeder Chemiker nur mit Schutzhandschuhen anfassen und erst recht nicht freiwillig einatmen würde.

Karzinogene, also krebserzeugende Stoffe, machen wohl den größten Anteil an Schadstoffen im Zigarettenrauch aus. Amine, Benzol, Blei, Cadmium und Styrol sind nur die bekanntesten Vertreter dieser Gifte im Tabakrauch. Die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen. Die genaue Zusammensetzung, sprich die Dosierung der einzelnen Stoffe variiert hierbei je nach Firma und eingesetzten Dünge- und Insektenschutzmitteln, doch man wird keine Zigarette finden, die frei von solchen extrem krebserzeugenden Stoffen ist.

Abgesehen von ihren karzinogenen Eigenschaften stehen viele dieser Substanzen zudem im Verdacht, Krankheiten wie Arteriosklerose sowie Rachenraum-, Darm- und Bronchienerkrankungen zu fördern. Auch das erhöhte Herzinfarktrisiko von Rauchern lässt sich mitunter darauf zurückführen.

Viele Grüße aus der Giftküche

Die letzte Gruppe von Inhaltsstoffen im Tabakrauch sind die reizenden Substanzen. Sie beschädigen besonders stark die Schleimhäute, Atemwege und Augen. Insbesondere stören sie die Selbstreinigungsfunktion der Bronchien, was zum bekannten Raucherhusten führt. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine chronische Bronchitis – der Begriff Raucherhusten ist also eigentlich eher verharmlosend. Zu den reizenden Stoffen zählen unter anderem Ammoniak, Toluol und Formaldehyd, eine höhere Reaktionsstufe der Ameisensäure.

Wie man leicht an diesen wenigen Beispielen sieht, enthält Zigarettenrauch Inhaltsstoffe, die eigentlich kein vernünftiger Mensch in seinem Körper haben möchte. Dabei ist selbst das höchst gefährliche Nikotin noch einer der harmloseren Übeltäter. Vielleicht überlegen Sie ja vor Ihrer nächsten Zigarette, ob Sie das wirklich möchten.

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