Wie werde ich Nichtraucher?

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Die lässige und scheinbar coole Attitüde des Rauchens hat eine ungesunde Kehrseite: Lungenkrebs, chronische Bronchitis oder Herz-Kreislauf-Schwäche sind typische Erkrankungen, die in sehr vielen Fällen auf den Konsum von Tabak zurückzuführen sind. Mittlerweile sind diese medizinischen Erkenntnisse auch im öffentlichen Bewusstsein angekommen, die Politik reagiert mit der Einrichtung von Nichtraucherzonen und der Raucher wird zunehmend als bemitleidenswert und besonders gefährdet eingestuft. Und dies offenbar völlig zu Recht, beweisen doch die medizinischen Erkenntnisse in immer größerem Umfang die Gefahren durch das Rauchen. Wie werde ich Nichtraucher?

Der Entschluss Nichtraucher zu werden

Wer sich von diesem Laster befreien möchte, steht natürlich vor einem großen Problem: Nikotin macht sehr schnell abhängig und vor allem sehr gründlich. Nur wenigen Menschen ist es vergönnt, die Lust auf die Zigarette steuern und kontrollieren zu können, die meisten Raucher klagen hingegen über besonders häufigen und damit nachhaltig gefährlichen Konsum.

Der Weg zum Nichtraucher führt freilich genau über dieses Bewußtsein: Der Raucher sollte sich zunächst im Klaren über die eigene Abhängigkeit sein, ihre Verharmlosung führt jedenfalls nicht zum tatsächlichen Entzug. Um mit dem Rauchen aufzuhören, ist es natürlich nicht mit dem Entschluss getan, führt doch Nikotin gerade nach langem Gebrauch auch zu körperlicher Sucht. Wer schon einmal versucht hat, den Zigaretten zu entkommen, kennt in der Regel die Nebenwirkungen: Schweißausbrüche, Nervosität, übermäßige Gereiztheit und Schlafstörungen sind nur einige unangenehme Erscheinungen des Entzugs.

Doch zugegeben, die eigentliche Herausforderung liegt in der Überwindung der psychischen Abhängigkeit. Jene Gewohnheiten, die im Alltag stets und ständig von der Zigarette begleitet werden, sind besonders schwer abzulegen, der Raucher integriert das Nikotin in sein tägliches Dasein. Es gilt als Mittel der Entspannung und deshalb geradezu als eine Art grundsätzliches Lebensmittel für die Seele. Dies zu durchbrechen ist erste und wichtigste Aufgabe des werdenden Nichtrauchers.

Kleine Tricks den Rauchstopp zu erleichtern

Neben den üblichen Formen der Therapie, etwa durch Nikotinpflaster oder spezielle Seminare, entscheidet die Strukturierung des Alltag über den Erfolg eines Entzugs. Dabei helfen weder Therapeuten noch Medikamente. Jedoch gibt es ein paar kleine Tricks, wie der angehende Nichtraucher die erste Zeit nach dem letzten Glimmstengel überstehen kann – ohne dabei rückfällig zu werden!

Am Anfang steht der Überblick: Der Raucher sollte zunächst kritisch seine Gewohnheiten reflektieren und eine Übersicht erstellen, warum es sinnvoll und geboten ist, das Rauchen künftig aufzugeben. Welche Situationen gelten als besonders problematisch? Wann wird überhaupt geraucht? Nichtraucher werdenSind diese Situationen erfasst und in ihrer Konstruktion verstanden, ist es viel leichter aufzuhören, schließlich mag die Selbsttäuschung zwar eine mächtige, aber in vielen Fällen doch überwindbare Angelegenheit sein. Wenn wir wissen, warum wir wann rauchen, wissen wir auch, was wir dagegen tun können.

Es empfiehlt sich deshalb, einen Tag für das Aufhören zu bestimmen, am besten in Rücksprache mit der Familie oder anderen Unterstützern. Im Vorfeld organisiert der Raucher sein Umfeld für die kommende Aufgabe: Alles, was ans Rauchen und an die üblichen Gelegenheiten erinnert, wird entfernt. Dazu gehören Aschenbecher, Feuerzeuge, Zigaretten sowieso. Zudem ist es sinnvoll, sofort und ganz aufzuhören, als es schleichend zu versuchen. Sich dabei vom ersten Moment an unterstützen zu lassen, ist auf jeden Fall wichtig und angebracht. Die Familie sollte präventiv darauf vorbereitet sein, dass der angehende Nichtraucher sich für einige Zeit gereizt, nervös, vielleicht aggressiv und wenig zugänglich verhalten dürfte.

Ein verständnisvolles Umfeld hilft beim Aufhören zu rauchen ungemein und kann darüber hinaus gerade im Verborgenen so manche Unterstützung leisten, etwa beim Essen und Trinken. Raucher neigen dazu, ihre Nahrungsgewohnheiten auf ein Zusammenspiel mit der Zigarette abzustimmen. Werden diese Gewohnheiten, wie zum Beispiel die Kippe zum Kaffee, durchbrochen, ist der Erfolg des Entzuges sehr wahrscheinlich. Tee etwa schmeckt nicht sonderlich mit Tabak, Kaffee hingegen schon. Deshalb: Tee statt Kaffee trinken, entspannen und die alten Gewohnheiten ablegen – dann klappt es auch mit dem Aufhören!

Nicht zuletzt sollten Raucher auch die immensen Kosten ihres Lasters bedenken. Wer mit dem Rauchen aufhört, spart viel Geld, das sich anderweitig anlegen lässt. Es ist darum legitim und sinnvoll, sich von den Einsparungen echte Werte zu leisten, Werte, die sich nicht in Luft auflösen und dabei die Gesundheit ruinieren.

Elektrische Zigarette

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