WHO-Studie zum elektrischen Rauchen

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Immer mehr Menschen auf der Welt steigen vom klassischen Glimmstengel auf die neuartigen, elektronischen Zigaretten um. Die eZigarette gilt nicht nur als gesünder, sie bietet auch der Umgebung des Rauchers eine willkommene Entlastung. So zeigen aktuelle Studien, dass die Gefahr des Passivrauchens beim elektronischen Rauchen nicht besteht. Das Prinzip jedenfalls ist denkbar einfach: Mittels eines Verdampfers werden liquide Aromen zu einer Art Nebel verwandelt, die der Genießer – ähnlich dem Zigarettenqualm – inhalieren kann. Und dies ganz ohne dabei all die gefährlichen Stoffe des Tabaks aufnehmen zu müssen. Im folgenden Text wird die Studie der WHO besprochen.

Anfangs noch belächelt oder mit allen möglichen Verdächtigungen belegt, sind diese alternativen Modelle mittlerweile in vielen Ländern der Welt ein Hit. Die E-Variante ist als weitaus weniger schädlich einzustufen als die mit Teer und hunderten Stoffen belastete Tabakzigarette. Dies scheint sich auch in Tests immer wieder zu bestätigen. Der immer häufigere Gebrauch zeugt jedenfalls von einer zunehmend bewussten Lebensweise vieler Menschen, die dabei aber nicht auf ihre Dosis Nikotin verzichten wollen.

Die Stellungnahme der WHO

Natürlich ist ein neues Produkt, zumal im Bereich der Gesundheit, immer auch ein Risiko und bedarf deshalb einer näheren Untersuchung. Im Rahmen eines Reports befasste sich deshalb die Weltgesundheitsorganisation WHO mit dem Thema, auch, um den nationalen Gesetzgebungen entsprechende Hinweise und Informationen zu bieten.

So konstatiert die Behörde folgerichtig eine kaum oder überhaupt nicht vorhandene Regulierung des neuen Produkts. Selten nur unterliegen E-Zigaretten einer nationalen Arzneimittelverordnung, noch sind sie beispielsweise als Arzneimittel deklariert. Ein gesundheitspolitisch rechtsfreier Raum demnach – mit allen Gefahren, aber auch mit allen falschen Verdächtigungen. Die Frage lautet: Wie ist die elektronische Zigarette einzustufen?

Gegenwärtig fällt die eZigarette in den meisten Ländern unter die Vorschriften für Tababerzeugnisse und ist dementsprechend mit Verboten, Raucherentwöhnung elektrische Zigaretteetwa für die Werbung, oder mit Warnhinweisen belegt. Doch ist das wirklich nötig? Gilt die E-Zigarette doch als ungleich gesünder und ist zugleich als eine echte Alternative für starke Raucher denkbar.

Freilich, so die Stellungnahme der WHO, gibt es bisher noch zu wenige Informationen zum Produkt. Ist sie wirklich zur Raucherentwöhnung geeignet? Unterstützt sie nicht vielmehr sogar die Ausbildung einer echten Nikotinsucht? Und gibt sie neben Nikotin noch andere, möglicherweise gesundheitsgefährdende Stoffe ab? Schlichtweg fehle es an überzeugenden Untersuchungen und langfristigen Tests, die Selbstauskünfte der Hersteller sind jedenfalls keine nachhaltig akzeptable Gewährleistung. Die WHO fordert deshalb umfangreiche Studien, unabhängig und auf der Ebene einzelner Individuen durchgeführt. Fordern ist schön und gut, aber wieso werden nicht selbst Studien durchgeführt?

Vergleich zur Tabakzigarette als Grundlage

Es überrascht deshalb nicht, wenn die WHO zunächst konstatiert: Die medizinische und rechtliche Unsicherheit sollte behoben werden, bis dahin ist ein Verbot der E-Zigarette empfehlenswert. Allerdings ist die Stellungnahme der WHO auch von einiger Unkenntnis und möglicherweise übertriebener Sorgfalt geprägt. Die bisher existierenden gültigen Untersuchungen kamen jedenfalls zu keinen negativen Erkenntnissen.

Nicht zuletzt sollte deshalb stets der Vergleich zu den klassischen Zigaretten als Basis für die Gesetzgebung dienen. Und da schneidet die E-Variante ungleich besser ab, sind doch die Gefährdungen ungleich geringer als bei den Tabakzigaretten. Nachweislich sind Tabakzigaretten für den Tod vieler Menschen verantwortlich – was für die E-Modelle bisher nicht ersichtlich ist und wohl auch so bleiben dürfte.

Elektrische Zigarette

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2 Kommentare zu “WHO-Studie zum elektrischen Rauchen”

  1. Harald Poll sagt:

    Hallo Welt – Hallo WHO!

    „… die meinen es doch nur gut!“ Wenn die WHO irgendetwas erzählt, kümmert sich kein Mensch darum, wenn es nicht im Interesse irgendeiner Industrie ist. Hat mal jemand die WHO Bewertungen über Alkohol und Cannabis gelesen? Ersteres in fast allen Ländern der Welt erlaubt, das Zweite in einigen zu mindestens geduldet. Sollte es aber eine Aussage gegen etwas sein, was einer Weltindustrie zu Schaden kommen könnte, wird die WHO wie ein Schild vorweg getragen.

    Harald

  2. Renate Scharf sagt:

    Guten Tag,

    Tätig sind bei der WHO nicht nur Ärzte und Wissenschaftler (aber auch die nehmen gerne Trinkgeld), sondern auch ehemalige hochrangige Politiker und Wirtschaftsbosse. Da lassen wir das Mal mit der Objektivität!

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