Weniger rauchen: Langsam weg von der Kippe

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Viele Raucher würden gerne weniger Rauchen. Doch der Weg dorthin ist steinig. Viele scheitern, wenn sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Und häufig rauchen sie danach noch mehr als vorher. Sie befinden sich in einem wahren Teufelskreis, auch bekannt als Nikotinsucht. Bei vielen Rauchen gehört dieser gute Vorsatz zum Jahresabschlussritual: Sie möchten sich endlich und wieder mal das Rauchen abgewöhnen. Vielen Rauchern geht das so, und die meisten werden es dann doch nicht durchhalten. Oder sie versuchen es gar nicht erst, weil sie von vornherein schon an ihrem Erfolg zweifeln.

Nikotinsucht ist eine der schlimmsten Süchte, Raucher sind meistens sehr stark abhängig vom Glimmstängel. Wie sehr sie dadurch ihrem Körper schaden, ist vielen Menschen, die stark rauchen, vollkommen bewusst, doch die Gewohnheit bringt sie davon ab, aufhören zu wollen.

Argumente zum Rauchen aufhören

Dabei gibt es so viele gute Gründe, rauchfrei zu leben:

  • Natürlich ist als erstes der gesundheitliche Aspekt zu nennen: Bereits 24 Stunden ohne Zigarette bewirken ein leicht verringertes Herzinfarktrisiko, nach spätestens drei Monaten merkt man, wie sich die Lunge langsam erholt und die Kondition sich spürbar verbessert.
  • Der schnöde Mammon: Zigaretten sind teuer. Mittlerweile kostet das Päckchen in Deutschland teilweise an die 6 Euro, und mit selbst gedrehten oder gestopften Zigaretten ist das Rauchen auch nicht viel billiger.
  • Nichtraucher haben auch mehr Zeit und damit mehr vom Leben. Das mag im ersten Moment banal klingen, doch wenn man einmal darüber nachdenkt, ist es absolut plausibel: Viele Raucher verbringen eine halbe Stunde oder mehr am Tag mit Rauchen. Das klingt zwar nicht nach viel, aber wenn man dann noch bedenkt, dass Rauchen die Lebenserwartung verkürzt, sollte man sich überlegen, ob man diese Zeit nicht sinnvoller nutzen könnte.
  • Der typische Rauchgeruch wird von nicht wenigen Mitmenschen als sehr unangenehm empfunden, auch von vielen Rauchern selbst. Was noch schlimmer ist: Er setzt sich schnell in Kleidung, Haaren und auch in der Wohnung eines Rauchers fest, selbst wenn dieser nur auf dem Balkon raucht.

Dies sollen nur einige Beispiele sein, die veranschaulichen, inwiefern es sinnvoll ist, wenn man Nichtraucher werden möchte und sich endgültig dazu entschließt, dass man mit dem Rauchen aufhören wird. Wobei es im ersten Schritt schon genügen würde, weniger zu rauchen. Aufhören ist zwar ein großes und gutes Vorhaben, doch es ist meist nur in kleinen Schritten zu erreichen. Wer direkt von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufhören will, benötigt sehr viel Selbstdisziplin, um die Gewohnheit – es muss ja noch nicht einmal Sucht sein – zu überwinden.

Raucherentwöhnung: Äußere Unterstützung wichtig

Das heißt allerdings nicht, dass es für jeden Raucher einfach sein wird, die Anzahl an gerauchten Zigaretten zu reduzieren. Es erfordert ebenfalls eisernen Willen, Durchhaltevermögen und Unterstützung von Familie und Freunden. Am besten fängt man gemeinsam an, weniger zu rauchen, sodass man sich gegenseitig dazu motivieren kann, nicht schwach zu werden und der Gewohnheit nachzugeben. So schafft man es bald, erst weniger zu rauchen, Weniger rauchenund kann schon wenig später komplett damit aufhören.

Rauchen ist für viele eine soziale Angelegenheit; sie rauchen, weil andere um sie herum es tun. Warum also nicht auch mit ihnen zusammen aufhören zu rauchen? Wer wirklich mit Rauchen aufhören möchte, wird schnell Gleichgesinnte finden, und in der Gruppe geht alles leichter.

Wichtig ist aber auch, einem Raucher keinen Druck zu machen. Wenn Sie einen Freund haben, der mit dem Rauchen aufhören möchte, reden Sie nicht auf ihn ein und machen Sie ihm keine Vorwürfe, wenn er zwischendurch dann doch zur Zigarette greift. Im Gegenteil, zeigen Sie Verständnis und bestärken Sie ihn darin, sich durch diesen Rückschlag nicht entmutigen zu lassen. Das Wichtigste ist, dass er sich in seinen Bemühungen nicht alleingelassen fühlt. Dann gelingt es ihm auch, sich das Rauchen abzugewöhnen.

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