Studie zur E-Zigarette

E-Zigarette Studie

Unter Rauchern gilt die E-Zigarette als Geheimtipp. Auch mehrere Jahre nach der Markteinführung hat sich die Alternative zur Tabakzigarette trotz ihrer offensichtlichen Vorteile nicht durchgesetzt und ist bis heute nur wenigen bekannt. Dazu trägt unter anderem eine Gesundheitspolitik bei, die in einigen Ländern zu einem Verkaufsverbot der E-Zigarette geführt hat. Für den Schweizer Forscher Dr. Jean-Francois Etter ist das ein Fehler. Der Politikwissenschaftler und Experte für öffentliche Gesundheit hat Online-Studie zum Thema durchgeführt und ist seither von den Vorteilen der elektrischen Zigarette überzeugt.

Weniger Husten und freieres Atmen

Elektrische Zigarette Studie

81 Raucher und ehemalige Raucher wurden von Etter im Rahmen einer Online-Studie zu ihren Erfahrungen mit der elektrischen Zigarette befragt. Die Besonderheit dabei: Anstatt eine Auswahl an fertigen Antworten vorzugeben, stand den Teilnehmern frei, ihre Erfahrungen in eigenen Worten zu schildern. Die fielen zumeist positiv aus. Viele Probanden berichteten davon, schon kurz nach dem Umstieg auf das elektrische Rauchen freier Atmen zu können und seltener unter Husten zu leiden. Zudem wären Entzündungen des Rachenraumes zurückgegangen und eine generell verbesserte Fitness zu beobachten gewesen.

Noch deutlicher war das Urteil der Teilnehmer zum Thema Rauchentwöhnung. Demnach schätzten 95 Prozent der Befragten die E-Zigarette beim Versuch das Rauchen aufzugeben als hilfreich ein, da Entzugserscheinungen deutlich gemindert werden würden. Einige ehemalige Raucher berichteten gar, das Rauchen ganz ohne Probleme aufgegeben zu haben. Zur Erklärung: Die Liquids gibt es mit unterschiedlichem Nikotingehalt, auch “Nuller” sind erhältlich.

Elektrische Zigarette Studie

Dennoch bleibt die E-Zigarette nicht unkritisiert. In einigen wenigen Fällen kämpften Nutzer nach dem Genuss mit Schwindel und Übelkeit. Weiter verbreitet ist ein trockener Mund- und Rachenraum, der sich auf die hygroskopische Wirkung des Dampfes aus der elektronischen Zigarette zurückführen lässt. Ebenfalls bemängelt wurde die im Vergleich zur normalen Zigarette schwierigere Handhabung und die kurze Haltbarkeit bestimmter Modelle. Zudem vermissten die Nutzer Informationen zu den Inhaltsstoffen und eventuellen Gesundheitsrisiken des elektrischen Rauchens. Bisherige Untersuchungen zu diesem Thema lieferten zwar Ergebnisse, diese wurden aber nicht von offizieller Seite anerkannt.

Positives Fazit zur elektrischen Zigarette

Dieser Probleme zum Trotz fiel das Gesamturteil der Nutzer positiv aus. Eine Haltung, die sich auch in der abschließenden Betrachtung des Forschers widerspiegelt. Nach Meinung des Experten für öffentliche Gesundheit wären weitere Untersuchungen des Themas schon allein deshalb angebracht, weil die Benutzung der E-Zigarette zu einer Minderung der Entzugserscheinungen und des Verlangens nach Tabakrauch führe. Damit stelle das elektrische Rauchen eine effiziente Hilfe bei der Rauchentwöhnung dar. Außerdem ist der Verzicht auf 12.000 giftige Substanzen aus dem Tabakrauch wohl Grund genug.

Elektrische Zigarette

Mehr zum Thema:

  • Haben Sie auch schon lange den Wunsch, endlich mit dem Rauchen aufzuhören? Nach einer Studie der Boston University School of Public Health soll eine elektrische Zigarette tatsächlich bei ...

  • Das Rauchverbot macht vielen Menschen zu schaffen. Mit der elektronischen Zigarette gibt es nun einen Weg, das Rauchverbot frech aber legal zu umgehen (leider nicht mehr). Doch ist die e ...

  • Eines der Produkte, das in den letzten Jahren für die meiste Aufregung gesorgt hat ist die E-Zigarette oder auch elektronische Zigarette genannt. Leider ist es nicht im allen Ländern erl ...


Sie können uns einen Kommentar hinterlassen.

4 Kommentare zu “Studie zur E-Zigarette”

  1. Thor sagt:

    Da hören wir doch die Münzen klimpern. E-Zigaretten werden verboten. Zucker, Alkohol und echter Tabak bleiben nach wie vor erlaubt. Wer glaubt hier eine vielleicht eine kleine Lobbyisten-Tätigkeit erkennen zu können, dem sei gesagt: So etwas wie Bestechung oder Käuflichkeit von Politikern gibt es in Europa nicht. Oder was meinen Sie Herr Wulff?!

  2. Frank sagt:

    Jahre hat es gedauert, bis die Zigarettenwerbung aus dem Fernsehen verschwunden ist. Bei der E-Zigarette habe ich die Werbung nur im Videotext entdecken können. Nun soll sie verboten werden. @Thor – recht hast Du. Ein Schelm, wer da Böses denkt!
    Frank

  3. Realist sagt:

    Richtig Thor, ein Schelm wer Böses dabei denkt. Es geht aber um noch viel mehr. Rauchfreie Welt ist angesagt, egal ob E-Zigarette oder Zigarette. Hier mal interessant zu lesen: http://www.horecaclaim.eu/Documents/de/20120328_Presse-Erklarung_DE.pdf
    Leider ist es so einfach, den Bürger für dumm zu verkaufen.

  4. Real sagt:

    Nikotin is nachweislich nicht Krebs verursachend sondern nur tumor wachstums stimulierend (also wenn man schon Krebs hat).
    Is DAS nicht schon Grund genug? …auf die Krebserzeuger zu verzichten?
    …neben dem kohlenmonoxid und teer…?

Kommentar schreiben