Passivrauchen: Unfreiwillig ungesund als Passivraucher

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Viele Nichtraucher fürchten sich vorm Passivrauchen. Und das völlig zu Recht, denn an den Folgen des Passivrauchens sterben laut Statistik 3.300 Nichtraucher jährlich. Doch was ist Passivrauchen überhaupt? Passivrauchen bedeutet, dass man unfreiwillig und zumeist auch unbewusst die Schadstoffe einatmet, die durch Raucher in geschlossenen Räumen in die Atemluft gelangen. Passivraucher ist also im Grunde jeder, der sich häufig in Räumen aufhält, wo geraucht wird. Aber nicht erst die Regelmäßigkeit macht das Passivrauchen gefährlich. Wie auch beim Aktivrauchen gilt: Schon der erste Zug an einer Zigarette, beziehungsweise die ersten paar Atemzüge in einem mit Tabakrauch verqualmten Raum, beinhalten so viele Schadstoffe, dass sie ein erhebliches Risiko für die Gesundheit der entsprechenden Person darstellen. Insbesondere in Form von stark erhöhtem Krebsrisiko, Reizung der Schleimhäute und Atemwege bis hin zu Beeinträchtigung der Zeugungs- beziehungsweise Gebärfähigkeit.

Passivrauchen in der Schwangerschaft

Vor allem sollten Frauen während der Schwangerschaft Passivrauchen vermeiden. Es ist wissenschaftlich erwiesen, wie sehr das Passivrauchen Schwangerschaft und ungeborenes Kind beeinflusst. Schwanger Passivrauchen bedeutet, nicht nur sich selbst, sondern auch das ungeborene Kind den toxischen und krebserzeugenden Stoffen im Zigarettenrauch auszusetzen. Dabei ist es für die Mutter in Relation weitaus weniger schlimm als für das Kind – es sitzt in ihrem Körper regelrecht in der Falle und ist den schädlichen Stoffen hilflos ausgeliefert.

Obwohl all das schon lange bekannt ist und Mediziner seit jeher vor den Gefahren des Passivrauchens warnen, gab es bis vor wenigen Jahren keinen wirklichen Schutz vor Passivrauchen. Erst mit dem Nichtraucherschutzgesetz von 2007 reagierte der Gesetzgeber angemessen auf die Bedenken der Bürger. Dieses Gesetz beinhaltet ein bundesweit gültiges Rauchverbot in Ämtern, Krankenhäusern, Schulen und ähnlichen gesellschaftlichen Einrichtungen sowie ein von den Ländern selbst zu regelndes Rauchverbot in Gaststätten. Da man selbst sich kaum wirksam vor den Folgen von Passivrauchen schützen kann, wurde also kurzerhand das Rauchen selbst aus diesen geschlossenen Räumen an die frische Luft verbannt. Für viele Raucher zwar ein Ärgernis, doch der Schutz der Gesundheit hat nun einmal Vorrang.

Ventilatoren bieten keinen echten Schutz

Passivraucher

Denn dass das Einatmen von Zigarettenrauch für jeden Passivraucher Folgen hat, ist unbestritten. Zwar entspricht das Gerücht, Passivrauchen sei wegen der ungefilterten Aufnahme aller Giftstoffe noch weitaus gefährlicher als Aktivrauchen, nicht der Wahrheit; doch das macht es nicht weniger bedrohlich. Die geschätzt über 200 giftigen und krebserzeugenden Stoffe im Tabakrauch machen das Passivrauchen schädlich für jeden, und zwar in nicht gerade geringem Maße. Dass das Passivrauchen Folgen hat, ist da selbstverständlich. Folgen, die man vermeiden sollte – und das geht am besten, indem man geschlossene Räume meidet, die oft von Rauchern aufgesucht werden.

Doch das ist leichter gesagt als getan – beispielsweise wenn man bei guten Freunden zu Besuch ist, die zu Hause rauchen, oder in eine Kneipe geht, wo das Rauchen noch nicht verboten ist. Gerade dort findet man oft Ventilatoren, die den unangenehmen Rauchgeruch aus der Luft entfernen soll. Das funktioniert allerdings in den seltensten Fällen so wie gedacht – zwar lässt sich der Geruch meist entfernen, doch ein Großteil der Schadstoffe verbleibt in der Luft und wird weiter eingeatmet, sowohl von Rauchern als auch von Passivrauchern. Meiden Sie solche Örtlichkeiten, wenn es geht; viel mehr können Sie nicht tun, um dem Passivrauchen und seinen Gefahren zu entgehen.

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