Nikotin und das E-Rauchen

Nikotin E-Zigarette

Um es von vornherein ganz deutlich zu sagen: Nikotin ist ein Gift. Dabei handelt es sich um ein starkes Nervengift, das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit den Anwender süchtig macht. Welche Suchtstoffe in einer Tabakzigarette noch vorhanden sind oder sein können, soll hier einmal unberücksichtigt bleiben. Die meisten Wissenschaftler gehen aber zweifelsfrei davon aus, dass Nikotin einen erheblichen Anteil daran hat. Nikotin kann sogar lebensgefährlich werden, wenn es dem Körper in zu großen Mengen zugeführt wird.

Gefahren von Nikotin

In jedem Fall ist Nikotin häufig für Krankheiten im Herz-Kreislauf-System verantwortlich. Werden Zigaretten gegessen, kann das genauso verheerende Folgen haben, wie das Verschlucken nikotinhaltiger Liquid für das elektrische Rauchen. Das beim Tabakrauch natürlich auch Nikotin in starkem Maße inhaliert, muss wohl nicht besonders hervorgehoben werden.

Doch zurück zu den Liquids: Es ist ausgesprochen wichtig, dass die sie an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Vor allem Kinder müssen vor den kleinen Fläschchen mit den verschiedenen Flüssigkeiten für die E-Zigaretten geschützt werden. Und jeder Dampfer, der nikotinhaltige Liquids benutzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er seinem Körper mit jedem Zug an der E-Ziggi, ein Gift verabreicht. Auch, wenn beim E-Rauchen viel weniger weitere Giftstoffe als beim Rauchen einer Tabakzigarette inhaliert werden.

Wie viel Nikotin ist drin im Liquid?

Zunächst einmal kann jeder Dampfer selbst entscheiden, wie viel Nikotin er dem Körper denn nun tatsächlich zuführen möchte. Nikotin muss nicht unbedingt und zwangsläufig Bestandteil des Liquids sein. Die meisten Umsteiger wählen aber nikotinhaltige Flüssigkeiten. Nikotin kann in unterschiedlicher Intensität beigemischt sein. Gängig sind Einheiten von 24, 18, 14, acht oder eben null Milligramm. 10 Milliliter (eine gängige Fläschchengröße) der 14er-Liquid enthalten dabei 140 Milligramm. Pro Milliliter, was ungefähr einer Tankfüllung des Modells eGo-T entspricht, wären das also 14 Milligramm.

Natürlich können die verschiedenen Liquids auch untereinander gemischt werden. So kann sich jeder seine eigene Dosis zusammenmischen. Viele Dampfer empfinden, dass die Geschmacksintensität des Juices parallel mit sinkendem Nikotingehalt abnimmt. Das kann am sogenannten „Flash“ liegen. Der Flash-Effekt (der natürlich auch beim Rauch einer Tabakzigarette eintritt) entsteht bei der Zufuhr des Nikotins durch Inhalieren des zerstäubten Liquids. Die meisten Benutzer einer elektrischen Zigarette beschreiben ihn als wohltuenden Druck auf der Lunge.

Vernünftiger Umgang mit dem Nikotin

Die meisten Dampfer haben früher Tabakzigaretten geraucht – meistens nicht zu wenig. Für sie war ein wichtiger Grund zum Umstieg, eine Ersatzlösung (Stichwort Sucht) zu finden, die weniger schädlich ist. Das ist das Dampfen mit großer Wahrscheinlichkeit, auch wenn noch keine Langzeituntersuchungen vorliegen. Sicher ist, dass bei Tabakrauchen mindestens 12.000 Stoffe freigesetzt werden, von denen einige direkt krebserregend sein können. NikotinentwöhnungEs entsteht auch kein Teer (Kondensat) beim Dampf der elektronischen Zigarette. Insofern kann fest davon ausgegangen werden, dass das Dampfen zwar nicht gesund, aber deutlich gesünder ist.

Doch zurück zur Sucht. Das wahrscheinlich gesündere Dampfen kann bedingt, wenn der gezielte Wille vorhanden ist, als Mittel zur Nikotinentwöhnung dienen. Dazu sollten ehemalige Raucher mit dem Nikotingehalt ihrer früheren Zigarettenmarke beginnen. Ansonsten ist der Rückfall sehr wahrscheinlich. Ein Nikotingehalt von 0,8 Milligramm pro Zigarette entspricht dabei ungefähr der Liquidstärke 14.

Wer wirklich auf Dauer die Nikotinzufuhr senken oder sogar ganz abbauen will, reduziert langsam den Gehalt des Giftes in seinem Lieblingsliquid. Der psychologische Trick, dabei statt beispielsweise eines Nikotinpflasters ein „glimmendes Ding“ zwischen den Fingern zu halten, kann zusätzlich unterstützend wirken. Richtig angewandt können sich elektrische Zigaretten für langjährige Raucher als ein Weg aus der Sucht erweisen.

Nikotinliquids in der Diskussion

Nachdem sich der Trend E-Zigarette immer stärker durchgesetzt hat, schaltet sich jetzt auch die Politik ein. Die EU erwägt ein Verbot des E-Rauchens. Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es bereist einen Erlass, der den Verkauf von Nikotin-Liquids verbietet. Die Begründung: Nikotin sei ein Gift, das nur in Apotheken verkauft werden darf. Liquids ohne Nikotin dürfen demnach weiter im Handel bleiben.

Doch was soll solch ein Erlass tatsächlich bringen? Viele Dampfer werden wieder auf die ungesündere Tabakzigarette zurückgreifen. Das kann ja wohl nicht das Ziel. Außerdem werden Dampfer, wenn der Erlass denn tatsächlich ernsthaft durchgezogen wird, ihre Liquids im Ausland bestellen. Das Argument, das Nikotin apothekenpflichtig ist, erscheint außerdem scheinheilig zu sein. In vielen Haushalten von Rauchern liegt oft stangenweise Nikotin herum. Ganz legal im Supermarkt, am Kiosk oder an Tankstelle gekauft. Die generell tödliche Wirkung des Tabaks ist ja hinlänglich bekannt. Es steht ja sogar in großen Lettern auf jeder Zigarettenschachtel. Die gibt es aber auch nicht in der Apotheke zu kaufen. Außerdem, wenn Kinder, was nicht so selten vorkommt, herumliegende Zigaretten essen, kann das auch tödliche Folgen haben.

Alles in allem scheint dies ein weiterer Versuch zu sein, mündige Bürger unmündig machen zu wollen. Sicher, wie zu Anfang unmissverständlich beschrieben, Nikotin ist ein starkes Nervengift. Aufklärung wäre da wohl aber angebrachter als vorschnelle Verbote. Aber an den Liquids verdient der Staat ja nichts. Im Gegensatz zu den Milliarden, die er jedes Jahr an Tabaksteuer einnimmt.

Nikotinentwöhnung E-Rauchen

Verfasst von Gröj Eklib

Elektrische Zigarette

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