Nichtraucherseminar: Aufhören mit einem Nichtraucherkurs

Nichtraucherseminar

Um mit dem Rauchen aufzuhören, benötigen die Betroffenen die Unterstützung ihres Umfeldes und in vielen Fällen auch professionelle Hilfe beispielsweise in Form eines Nichtraucherseminars. Manche Raucher ignorieren dies und sind überzeugt, allein mit Nikotinpflaster und Disziplin den Absprung zu schaffen. Ein offensichtlicher Irrglaube, sprechen doch die Statistiken eine ganze andere Sprache: Mehr als zwei Drittel aller Betroffenen greifen erneut zum Glimmstengel, nur ganz wenige Menschen überwinden ihre Sucht allein und ohne weiteren Beistand.

Das hängt zum einen mit dem Wirkstoff Nikotin zusammen, der schnell zur Abhängigkeit führt, zum anderen jedoch sind es die in vielen Jahren des Rauchens ein geübten und lieb gewonnenen Gewohnheiten, die jederzeit einen Rückfall begünstigen können. Wer zum Beispiel seit Jahren zum Kaffee stets eine Zigarette rauchte, wird bei einer Entwöhnung vom Tabak in ähnlichen Situationen ganz sicher Probleme bekommen. Deshalb empfiehlt sich die Aufnahme eines speziellen Nichtraucherkurses.

Wie funktioniert ein Nichtraucherkurs?

Nichtraucherkurse werden durch ausgebildete Fachleute betreut und entwickelt. Meist in der Gruppe durchgeführt, sind natürlich auch Einzeltherapien möglich, die freilich ein wenig mehr kosten und dabei nicht unbedingt größeren Erfolg garantieren. In der Gruppe hingegen können sich die angehenden Nichtraucher über das eigentliche Programm hinaus austauschen, sich vielleicht Mut zu sprechen oder untereinander wertvolle Tipps geben.

Die eigentliche Methode der Kurse basiert auf einer gezielten Änderung des Verhaltens. Dafür wird das Verhalten eines Rauchers analysiert. Schrittweise und vor allem stets bewusst – reflexiv lernen die Teilnehmer, die eigenen Gewohnheiten kritisch zu bewerten und in Zukunft neu zu strukturieren. Alternatives Verhalten zu verstehen und anzuwenden ist das Ziel, die kritischen Situationen, die bisher stets vom Glimmstengel begleitet wurden, gilt es auszuschalten.

Die Anleitung zur Selbstkontrolle und die Entwicklung geeigneter Abwehrmechanismus geschieht nach Vorgaben und anhand von Beispielen. Jeder Teilnehmer kann durch einen solchen Kurs sich selbst und seine Aktivitäten besser verstehen lernen und dadurch dem Griff zur Zigarette effektiv vorbeugen.

Mit Verhaltenstherapie zum Nichtraucher

Mediziner sind sich jedenfalls einig: Der Königsweg zur Entwöhnung vom Nikotin führt über eine solche Verhaltenstherapie. Unter Umständen, etwa bei sehr starker Abhängigkeit, ist zudem der Einsatz von Nikotinpflastern oder ähnlichen Präparaten möglich, der eigentliche Entzug hingegen lässt sich nur durch das Verständnis und die daraus resultierende, veränderte Handlungsbereitschaft sichern. Wer auf Pflaster verzichten will, kann es mit Hypnose oder Akupunktur versuchen, die Teilnahme an Kurs ist jedoch in jedem Fall zwingend.

Ohne den Prozess einer kritischen Reflexion der eigenen Schwächen ist der Versuch einer Entwöhnung ziemlich sicher zum Scheitern verurteilt, die Mühen und Anstrengungen bleiben umsonst und die Betroffenen leiden weiter an ihrem Laster.

Elektrische Zigarette

Mehr zum Thema:

  • Für den angehenden Nichtraucher ist die Entwöhnung vom Nikotin eine oft besonders schwierige Angelegenheit. Schließlich hat sich der Organismus nach Jahren des Rauchens an den Stoff gewö ...

  • Mit dem Rauchen aufzuhören ist lohnenswert und unter allen Umständen zu empfehlen. Schließlich riskieren Raucher die eigene Gesundheit wie die ihrer Mitmenschen, sie erkranken in vielen ...

  • Wer eine Entwöhnung vom Rauchen durchsteht und erfolgreich abschließt, tut seiner Gesundheit viel Gutes: Schon nach wenigen Tagen verbessern sich Geruchs- und Geschmackssinn, Atmung wie ...


Kommentar schreiben