Nichtraucher bleiben: Wie bleibt man rauchfrei?

Nichtraucher bleiben

Mit dem Rauchen tatsächlich aufzuhören ist beileibe keine einfache Sache. Dies hängt zum einen mit der spezifischen chemischen Beschaffenheit des Suchtgiftes Nikotin zusammen. Dieses installiert über das vegetative Nervensystem eine Art Belohnungs- und Wohlfühlsystem, dem sich auf Dauer nur schwer widerstehen lässt. Zum anderen aber ist der Griff zur Zigarette für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit, die bei allen möglichen, alltäglichen Gegebenheiten dazugehört. Um mit dem Rauchen aufzuhören und auch auf lange Sicht ein Nichtraucher bleiben zu können, muss die Beziehung zwischen Kippe und Gelegenheit schlichtweg aufgebrochen und dauerhaft gekappt werden.

Der Entschluss zum Rauchstopp

Ist der Entschluss einmal gefasst, das Rauchen aufgeben zu wollen, werden die ersten Schritte freilich zur echten Qual. Schließlich sind Raucher im engeren Sinne des Wortes Süchtige, sie brauchen ihren Stoff, um auf Touren zu kommen, um zu entspannen oder um bestimmte Situationen aufzuwerten. Der erste Schritt zur Aufgabe des Lasters beginnt deshalb mit dem Entschluss, nicht mehr rauchen zu wollen.

Und das ist gar nicht so schwer, wollen dies erstaunlicherweise die meisten Betroffenen. Zu deutlich sind die Gefahren und die Belastungen des Körpers, welche mit dem Rauchen zusammenhängen. Zu ekelhaft der Gestank, am eigenen Leib und in der Wohnung. Wie jedoch kann der eigene Wille gestärkt werden, wie der Entschluss tatsächlich zur Ausführung kommen?

Grundlagen für den Abschied vom Glimmstengel

Wer seine Kippen in voller Absicht entsorgt hat, fällt zumeist in ein emotionales wie physisches Loch. Viele Momente des Alltags, bisher wie selbstverständlich von der Zigarette begleitet, erscheinen plötzlich langweilig, öde, unvollkommen. Gerade deshalb fällt das Aufhören so schwer – und bleibt es auch. Wer einige Zeit auf Zigaretten verzichtet, wird sein ganzes Leben lang – ähnlich dem Alkoholiker – immer wieder in Situationen gelangen, die regelrecht nach Befriedigung der alten Sucht schreien mögen. Rauchfrei bleibenAber davon sollte sich niemand entmutigen lassen: Ein Rückfall ist kein Drama und auch völlig normal. Der Wille zum langfristigen Entzug ist viel entscheidender als die kurzfristige Nachgabe.

Raucher und solche, die es nicht mehr sein wollen, müssen sich darum auch vergegenwärtigen, welche immensen Vorteile der Verzicht bedeutet: Bereits nach wenigen Monaten erhöht sich das Lungenvolumen signifikant, der Körper beginnt sich zu regenerieren. Der aktive Raucher hingegen hat tagtäglich mit all den Verwerfungen seiner Last zu tun: Pfeifender Atem, geringste Kondition, faltige Haut und vieles mehr. Ist es das wert?

Auslöser für den Griff zur Zigarette

Ein Rückfall bedeutet darum immer auch irgendeine psychische Last. Vielleicht ist es der Stress auf Arbeit, die Überlastung im Alltag, welche aufs Neue zum Glimmstengel führen – hinter dem schier unbezwingbaren Verlangen steht immer ein Problem. Eine genaue Analyse hilft: Was ist der Auslöser für die Kippe? Warum gerade in diesem Moment? Nichtraucher sein heißt bewusstes Agieren. Das gilt gleichfalls für die Identität: Raucher reagieren sich anders ab als Nichtraucher. Letztere müssen nach überstandener Sucht ein neues Bild von sich selbst entwerfen und es im Anschluss auch leben – mit allen Konsequenzen.

Es empfiehlt sich, Orte zu meiden, an denen viel geraucht wird. Dazu zählen natürlich Clubs und Bars, gerade Alkohol ist ein gefährlicher Schlüsselreiz. Situationen, die im früheren Leben zum Rauchen animierten, sind entweder gleichfalls zu meiden oder aber anders gestalten. Sport als Alternative, gutes Essen oder materielle Belohnungen können dabei im Vordergrund stehen. er nicht mehr raucht, spart schließlich eine Menge Geld und das ist allemal ein Grund zum Aufhören.

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