Folgen des Rauchens im Blick

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Wer raucht tut seiner Gesundheit nicht viel Gutes. Lediglich das Gehirn profitiert vom ständigen Kick durch das Nikotin, der Rest des Körpers hingegen verfällt mit längerem Gebrauch zunehmend. Auch schon nach kurzer Zeit machen sich bei Rauchern die Folgen bemerkbar, was die meisten Menschen scheinbar erfolgreich ignorieren – bis sich die ersten ernsten Erkrankungen zeigen. Typisch für Raucher, gleich ob sie lange an der Kippe hängen oder erst seit kurzem dabei sind, ist der häufig auftretende Mundgeruch. Schon eine einzige Zigarette verändert das Milieu im Mund deutlich, der Gestank des Tabakrauchs hält sich meist viele Stunden und verrät so manchen jungen Menschen gegenüber seinen vielleicht kritischen Eltern. Auch Kleidung, Haare und manchmal sogar die Haut riechen unangenehm, ein Umstand, den die meisten Raucher gern in Kauf nehmen.

Kurzfristige Symptome

Ähnlich verhält es sich mit dem Husten: Die am Anfang noch gesunde Lunge neigt dazu, die aufgenommene Fremdstoffe abzuhusten, woraus sich mit der Zeit ein ernstes Leiden entwickeln kann. Kalte Hände und Füße sowie ein blasses Gesicht zeugen von schlechter Durchblutung. Nikotin verengt die Blutgefäße, besonders der weibliche Körper kühlt dann schnell aus und die Haut beginnt vor der Zeit zu altern.

Zudem gelten, wenn auch nicht in gesundheitlicher Hinsicht, natürlich die gestiegenen Lebenshaltungskosten als kurzfristig sich entwickelnde Symptome. Rauchen kostet Geld und das nicht wenig. Wer nur eine Schachtel am Tag raucht, gibt für sein Laster im Monat weit mehr als 100 Euro aus, eine Summe, die sicher an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Langfristige Folgen

Rauchen über längere Zeit führt zu durchaus ernstzunehmenden Einschränkungen. An erster Stelle steht dabei natürlich die nachlassende Kondition. Schon kleinere Herausforderungen wie Treppensteigen oder ein kurzer Sprint stellen die Betroffenen oft vor große Probleme. Mit der Zeit nimmt die Unfähigkeit zur Bewegung immer mehr zu – mit allen unangenehmen Folgen!

Nicht nur, dass der Bewegungsapparat verschleißt und einrostet, Kurzatmigkeit und Schweißausbrüche belasten darüber hinaus. Rauchern wird oft schwindelig, ihr Herz-Kreislaufsystem ist angegriffen und auch die Abwehr reduziert sich immer weiter. Allergien sind typische Folgen. Durchblutungsstörungen treten ebenfalls sehr oft auf, was zu einem Raucherbein führen kann. Sogar die Sehkraft lässt mit den Jahren zunehmend nach, eine Erblindung ist dann nicht ausgeschlossen.

In Amerika gilt zudem die chronische Bronchitis (COPD) als eine der häufigsten Todesursachen überhaupt. COPD ist eine Erkrankung, von der so gut wie nur starke Raucher betroffen sind. Neben starkem Husten tritt eine dauerhafte Atemnot auf, der Körper leidet an mangelnder Sauerstoffzufuhr und vermag die Herausforderungen des Alltags immer schwerer zu bewältigen. Jeder Gang wird zur echten Tortur, ein Teufelskreis, da wenig Bewegung zumeist auch zu weiteren Krankheiten führt.

Nebenhöhlenentzünden entwickeln sich ebenfalls überproportional oft bei Rauchern. Die dauerhaft gereizten Schleimhäute führen zur chronisch verstopften Nase, Kopfschmerzen und nicht selten zu einer Vereiterung der Stirnhöhle. Von diesem Phänomen sind zudem auch viele Passivraucher betroffen.

Tödliche Folgen

Neben den genannten Einschränkungen und Erkrankungen führt Rauchen in vielen Fällen unweigerlich zum Tod. Krebs, etwa der Lunge oder des Kehlkopfes, tritt sehr häufig auf und kann nur sehr selten wieder geheilt werden. Lungenkrebs führt in der Regel schon bald nach der Diagnose zum Tod. Wer an Kehlkopfkrebs erkrankt und die Behandlung erfolgreich absolviert, verliert sehr oft seine Stimme und muss durch ein Loch im Hals atmen, die Lebensqualität ist dahin.

Auch ein Herzinfarkt ist immer möglich, die schlechte Durchblutung des Organs lässt die Gefäße zunehmend absterben. Forscher gehen davon aus, dass so gut wie jeder Herzinfarkt, den ein Mensch vor dem 40. Lebensjahr erleidet, auf das Rauchen zurückzuführen ist, wenn keine genetischen oder andere Einschränkungen, etwa durch Umweltbelastung, vorliegen. Zwar lässt sich ein Herzinfarkt mittlerweile recht gut behandeln, doch bleiben oft Schäden zurück, die eine ungeheure Einschränkung im Alltag bedeuten.

Elektrische Zigarette

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