E-Liquid: Das große ABC der E-Liquids

E-Liquid

E-Liquids sind wirklich für jeden Geschmack erhältlich – von A wie Amaretto, American Blend, Ananas, Anis und Apfel bis Z wie Zigarre, Zimt, Zitrone, Zucker und Zwiebel. Alphabetisch dazwischen liegen dann auch schon mal solch abstruse Rezepturen wie Brathähnchen, Ketchup oder Sellerie. Wem´s denn schmeckt?!! In jedem Fall sind mindestens über 200 Geschmacksrichtungen an E-Liquids gelistet. Und das ist wahrscheinlich nur ein Teil der nach oben offenen Geschmacksskala in Sachen Flüssigkeiten rund um das elektrische Rauchen. Doch gerade das macht das Dampfen ja so interessant.

Während beim Tabakqualm eigentlich doch der immer gleiche Taste die Geschmacksnerven zukleistert, kann der Genuss einer E-Ziggi vielseitig und abwechslungsreich sein. Und weil beim Dampfen keine Verbrennung stattfindet, können die bereits angesprochenen Geschmacksnerven auch wieder richtig aufatmen. Wobei wir nicht sagen wollen, dass das E-Dampfen gesund ist. Doch dazu später mehr. Hier soll es ja vornehmlich um die Essenz des Dampfens gehen: Das Liquid, und die damit verbunden die Frage, welche Flüssigkeit wählt ein Umsteiger von der Tabak- zur E-Zigarette? Darauf gibt es drei einfache Antworten: Probieren! Probieren! Probieren!

Anfängerfehler und falsche Erwartungen

Natürlich klingen Namen wie Caramel Mocca, Whiskey, Tutti Frutti, Pina Colada oder Artic Menthol vielversprechend. Und sicherlich geben die Bezeichnungen auch eine gewisse Richtung vor. Aber ob die Kennzeichnung auch wirklich das hält, was sie verspricht, ist erstens nicht sicher und zweitens empfindet jeder den Geschmack anders. Das kann sogar sehr extrem sein.

Probieren geht über Studieren

Deshalb sollten gerade Umsteiger, die eine grobe Geschmacksvorstellung haben, im Fachgeschäft die Feinheiten austesten. Gute Shops für elektronische Rauch-Utensilien bieten die Möglichkeit zum „Durch-die-Auswahl-dampfen“. E-LiquidsDazu werden wie bei einer guten Weinprobe die Liquids Stück für Stück durchgetestet. Zwei, drei Tropfen tröpfelt man dazu direkt auf die Heizspirale. Fünf bis sechs Züge sollten damit möglich sein und die geben dann Aufschluss über den tatsächlichen Geschmack. Dann wird der Verdampfer ordentlich ausgeblasen und trocken geputzt. Schon kann der nächste Taste probiert werden.

Shopbesitzer, die ihren Job ernst nehmen, haben damit keine Probleme und stellen gerne Probefläschchen zur Verfügung. Wenn nicht? Glücklicherweise entstehen ja immer mehr Shops in immer mehr Städten. Im Internet gibt es dazu sogar schon ständig aktualisierte Verzeichnisse. Wer schon ein elektronisches Rauchgerät besitzt, sollte das auch ruhig mitbringen. Denn richtige Experten haben längst festgestellt, dass ein und dasselbe Liquid zum Beispiel in einer Pfeife anders schmeckt als in einer kleinen E-Zigarette.

Also: Ohne zu probieren, geht gar nichts. Und eigentlich macht das Auskosten neuer Geschmacksrichtungen ja auch Spaß und ist ein bisschen Vorfreude auf den heimischen Genuss.

Schmeckt nicht ganz wie eine Tabakzigarette

Viele Umsteiger erwarten, dass ihre elektrische Zigarette eins zu eins wie ihre gewohnte Tabakzigarette schmeckt. Die Erwartung wird nicht voll erfüllt werden. Gut sortierte Shops haben sicherlich weit über 10 verschiedene E-Liquids mit Tabakaroma im Programm. Aber, da sind sich viele Experten einig, keine wird wie eine Marlboro, Camel oder Dunhill schmecken. Auch wenn einige Liquids sogar so heißen.

Der Dampf ist mal in der Konsistenz weicher, meist schmeckt er etwas süßlich und häufig kratzt er weniger. 100-prozentige Geschmacksdeckung wird es nicht geben. Dampfen ist in jedem Fall etwas anders, aber auch in jedem Fall abwechslungsreicher. Darüber muss sich jeder Umsteiger im Klaren sein.

Inhaltsstoffe der Juices

Im Web und in den Shops gibt es die Flüssigkeit, die das Dampfen erst möglich und interessant macht, in verschiedenen Größen von zehn bis 100 Milliliter. Auch hier gilt die altbekannte Verkäufertaktik, je größer die Einheit, desto verhältnismäßig günstiger ist der Preis. Umsteiger und Tester sollten sich davon aber nicht beeinflussen lassen. Bevor nicht die absolute Lieblingsrichtung gefunden ist, gilt? Klar, probieren, ….!

Die Zusammensetzung des Liquids besteht aus folgenden Hauptbestandteilen, die in unterschiedlichen Mengen vermischt werden:

  • Propylenglycol
  • Propylenglycol sorgt für den Dampf der elektrischen Zigarette. Es wird auch in Nebelmaschinen eingesetzt (eigentlich können die elektronischen Rauchutensilien auch als kleine Nebelmaschinen bezeichnet werden). Ganz nebenbei hat Propylenglycol auch noch den netten Nebeneffekt, als Konservierungsmittel zu dienen. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und trägt auch die Bezeichnung E 1520.

  • Glycerin
  • Glycerin sorgt für einen stabilen Rauch. Der produzierte Dampf kann sich nicht so schnell verflüchtigen. Unter chemischen Gesichtspunkten ist es ist die einfachste Form eines sogenannten dreiwertigen Alkohols. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt es die Bezeichnung E 422.

  • Ethanol
  • Ethanol entspricht dem Alkohol, wie er von Spirituosen und vom Wein und Bier bekannt ist.

  • Aromastoffe
  • Aromastoffe werden mit einem Anteil von drei bis fünf Prozent beigemischt. Sie geben jeder Geschmacksrichtung die (chemische hergestellte) Note.

  • Nikotin (optional)
  • Nikotin muss nicht unbedingt Bestandteil des Liquids sein. Die meisten Umsteiger wählen aber nikotinhaltige Flüssigkeiten. Nikotin kann in unterschiedlicher Intensität beigemischt sein. Gängig sind Einheiten von 24, 18, 14, acht oder eben null Milligramm. 10 Milliliter der 24er-Liqid enthalten dabei 240 Milligramm Nikotin. Die Werte 24 und 18 sind etwas für starke Raucher bzw. Dampfer. Mittelstarke Raucher sollten mit dem 14er-Konzentrat gut zurechtkommen. Gelegenheitsdampfer oder Menschen, die die Nikotinaufnahme gezielt aufgeben wollen, sind mit 8 Milligramm gut beraten. Wer es schon geschafft hat, sollte weiterhin ganz auf Nikotin verzichten. Bei einigen Liquids nimmt die Geschmacksintensität mit der Reduzierung des Nikotins ab.

10 Milliliter können je nach Hersteller und Shop zwischen ca. vier und zehn Euro kosten. Viele Hersteller raten dazu, das Liquid im Kühlschrank aufzubewahren.

Gesundheitsaspekte

Eine wichtige Warnung gleich vorweg: Elektronische Zigaretten sind nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Nichtraucher, Personen mit Nikotinallergie (bei Wahl von nikotinhaltigen Liquids), schwangere und stillende Frauen sowie Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. E Zigaretten Liquid]Nikotindepots der E-Zigarette müssen sicher vor Kindern und Haustieren aufbewahrt werden. Es besteht Vergiftungsgefahr. Nikotin ist ein starkes Nervengift.

Eine abschließende Gesundheitsabschätzung zum elektronischen Dampfen abzugeben, wäre schlicht und ergreifend zu unseriös. Zwar gibt es bereits einige wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema E-Zigaretten. Doch die sind zum einen sehr widersprüchlich, zum anderen ist das E-Rauchen noch zu neu, um ernsthafte Aussagen zu den Langzeitfolgen treffen zu können.

Fest dürfte aber stehen, dass das Einatmen des Dampfs einer elektrischen Zigarette weniger schädlich sein sollte als der Qualm einer normalen Tabakzigarette. Beim Verbrennungsvorgang werden bis zu 12.000 chemische Stoffe produziert. 200 davon werden von ernst zu nehmenden Wissenschaftlern als giftig eingeordnet und 40 werden als Ursache für Krebs verantwortlich gemacht.

Beim Verbrennen einer Tabakzigarette entsteht zusätzlich Kondensat, das zum Beispiel für den Raucherhusten verantwortlich ist. Ohne Teer, weniger Zusatzstoffe und Kohlenmonoxid zu sich zu nehmen, ist das E-Rauchen nicht nur gesünder als eine herkömmliche Tabakzigarette, sondern auch sauberer für die Umgebung. Aber: Gesünder heißt eben noch längst nicht gesund! Und wie gesagt, Langzeituntersuchungen liegen noch nicht vor.

E-Liquids aus Fernost oder Europa?

Die meisten elektronischen Zigaretten werden in China produziert. Auch die Mehrzahl an kostengünstigen Verdampferflüssigkeiten kommen aus Fernost. Die Qualitätsschwankungen sind dabei manchmal relativ hoch. E Liquid ShopWas die Cocktailmischer aus dem Reich der Mitte in das Liquid mischen, ist nicht immer nachvollziehbar.

In anderen Bereich wie den hochbelasteten Kinderspielwaren oder Werkzeugen haben die chinesischen Hersteller jedenfalls nicht den besten Ruf. (Für alle die jetzt jammern / bereits eine wütende E-Mail an uns versendet haben / unser Logo mit Dartpfeilen bewerfen: Natürlich gilt dies nicht für alle Liquids aus China.)

Viele E-Smoker stehen den chinesischen ELiquids deshalb auch skeptisch gegenüber. Sie greifen lieber auf Produkte aus der EU oder sogar ausschließlich auf Liquid aus deutschen Landen zurück. Einige Anbieter behaupten sogar, dass das Liquid hierzulande in Apotheken abgefüllt wird. Das ist natürlich nur schwer nachzuvollziehen.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die deutschen Verdampfungsflüssigkeiten in Sachen Qualität keine so große Schwankungsbreiten aufweisen, wie die Produkte aus China. In der Regel sind die Liquids aus der EU teurer, teilweise sogar beträchtlich. Einige Hersteller aus der EU heißen „EN Juice“ (England), „VitaSmoke“ (Deutschland), „HisVape“ (Spanien), „Liquid Shop“ (Spanien) oder „Flavour Art“ (Italien).

Verfasst von Gröj Eklib

Elektrische Zigarette

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11 Kommentare zu “E-Liquid: Das große ABC der E-Liquids”

  1. Der ewige Raucher sagt:

    Die vielen Geschmacksrichtungen bei dem Liquid sind doch nur eine Modeerscheinung. Nehmt doch einmal das Beispiel Bier. Bier Orange, Lemon, Cherry, Banane und was weiß ich noch. Nach einem Sommer sind die dann verschwunden. Sollte das E-Rauchen wirklich erfolgreich sein, denke ich es wird sich auch beim Liquid um einige wenige Sorten drehen. Aber ist es in diesem Falle wirklich wichtig? Ich denke nicht, da das E-Rauchen doch mehr eine Möglichkeit darstellt, das eigene Rauchverhalten zu ändern und nicht zuletzt auch „gesünder“ zu rauchen. In diesem Sinne hoffe ich, dass die E-Zigarette sich durchsetzen wird und nicht zuletzt auch im Preis gesenkt wird, wenn mehr Menschen auf diese Art des Rauchens zurückgreifen.
    Der ewige Raucher
    Hannes

  2. Helmut Schopp sagt:

    Ich glaube es ist wie mit den Zigaretten auch. Bis heute wird darüber gestritten, ob passiv rauchen wirklich Krebs verursacht. Warum sollten sich dann die Wissenschaftler einig darüber sein wie schädlich oder unschädlich E-Zigaretten sind? Es ist wirklich noch zu neu, um schlüssig irgendetwas über die Spätfolgen von Liquid rauchen zu sagen. Warten wir es mal ab, ob in 20 Jahren noch darüber gestritten wird. Aber ich denke auch, dass mein Körper mir genügend Zeichen dafür gibt, dass das E-rauchen weitaus besser für mich ist, als das alte stinkende Zigaretten rauchen!
    Helmut Schopp

  3. Siegfried Benzky sagt:

    Endlich weg mit dem klebrigen Braunschleier auf Bildern und in Gardinen etc.
    Nach 50 Jahren Tabakgenuss habe ich die Hoffnung, dass meine Lungen die Farbe wieder in Richtung rosarot verändern.

  4. willi janssen sagt:

    Kein Zigaretten-Gestank mehr, kein Raucherhusten mehr,endlich in Ruhe schlafen!

  5. Tahmara sagt:

    Ich habe heute eine pinke E Zigarette von mein freund geschenkt bekommen und ich finde sie gut, ich muss mich zwar noch ein bisschen dran gewöhnen aber das ist ja nicht so schwer, habe auch mehrere geschmackssorten banane, pfirsich, maracuja, apfel und lucky strike – taback geschmack, ich bin nur noch auf der suche nach meinem perfekten geschmack und dann steht dem e rauchen nix mehr im wege…. :-)

  6. Wolfgang Hauser sagt:

    Um auf Nummer sicher zu gehen, greife ich grundsätzlich nur zu Liquid, wo ich mit (fast) 100-prozentiger Sicherheit weiß, dass es von einem zuverlässigen und guten Händler / Hersteller stammt. Dass in polnischen Zigaretten auch mal Hund- oder Katzenhaare drin sind, habe ich schon erlebt. Wie sieht es dann mit dem Liquid aus Asien aus?!

    Wolli Hauser

  7. Lara sagt:

    Hallo,

    Es sieht doch bald so aus, dass die Sorten nicht mehr länger wichtig sind, wenn es tatsächlich zu einer Einstufung als medizinisches Produkt kommen sollte. Dieses ist momentan (Super!) vom Tisch, aber ich denke die Tabakindustrie wird sich schon etwas Neues einfallen lassen, um uns die E-Zigarette zu vermiesen. Sei es durch bezahlte Tests, die uns weismachen wollen, das wir vom Liquid Pickel bekommen oder durch eine Besteuerung die, dass Liquid unbezahlbar machen wird.

    Lara

  8. Andreas sagt:

    Ich habe einen Laden in Bottrop Aegidistrasse 60 gefunden.
    Die Beratung war sehr gut, E-Zigarette von Biansi sehr gut, e-Liquids sehr gut.
    Wer sich vorher Beraten lässt ist auch hinterher nicht Entäuscht.
    Ich bin überzeugter Dampfer und kann es nur jedem raten umzusteigen.
    Gruß Andreas

  9. Christian Schuch sagt:

    Hallo!
    Warum sollten die Liquide auch genauso wie Marlboro oder Dunhill schmecken? Ich habe in meinem Raucherleben, mehr als einmal die Sorte gewechselt, weil es einfach so war, das mir die andere Sorte auf einmal besser geschmeckt hat. Geschmack kann sich halt ändern und ich denke das ist auch gut so, sonst würde das Leben langweilig werden, wenn wir alle immer denselben Geschmack hätten und der sich nie ändern würde!
    Christian aus Kölle

  10. wolfram galle sagt:

    Hi Dampfer
    mittlerweile sind wir 1,5 Mio. Dampfer. Dem Staat entgehen dadurch jeden Tag min. 5 Mio. Euro. Wer meint er werde sich das gefallen lassen, ist relativ blöd. Es wird eine Nikotinsteuer kommen die das Loch wieder füllt.
    Lasst euch das Dampfen nicht vermiesen
    LG aus Frankfurt am Main
    Wolfram

  11. Big Smoke sagt:

    Ich persönlich bin über die Vielfalt der Geschmacksrichtungen sehr erfreut. Da ist für jeden was dabei und auch eingefleischte Raucher haben keinen Grund nicht einmal über den Umstieg nachzudenken. Abgesehen davon noch ein großes Lob an das Team der Seite, ihr seid mir eine große Hilfe zur Vollendung meiner Facharbeit.
    LG aus Düsseldorf

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