Auswirkungen des Rauchens auf den Körper

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Wer raucht, weiß, dass er damit seinen Körper schädigt. Doch nur die wenigsten Raucher setzen sich wirklich detailliert auseinander mit dem Einfluss des Rauchens auf den Körper. Denn alleine schon diese Informationen wären Grund genug, mit dem Rauchen aufzuhören, notfalls auch mit professioneller Hilfe. Es ist gemeinhin bekannt, dass Rauchen schädlich für den menschlichen Organismus ist. Mehr als 200 giftige, krebserzeugende und reizende Stoffe sind bisher im Tabakrauch nachgewiesen worden, doch Wissenschaftler vermuten, dass es noch weitaus mehr gibt.

Kein Wunder also, dass Rauchen verantwortlich ist für die häufigsten Todesursachen der westlichen Welt: Kreislaufversagen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs. In circa 60 Prozent aller Fälle lassen sich diese Todesfälle auf den Konsum von Tabak zurückführen. Doch wie genau kommt das zustande? Wie wirkt sich das Rauchen auf den menschlichen Körper aus?

Nikotin macht süchtig – mit allen Konsequenzen

Da wäre zunächst einmal das Nikotin. Es handelt sich hierbei um ein extrem starkes Nervengift – bereits 50 Milligramm reichen völlig aus, um einen erwachsenen Menschen zu töten. Im Körper greift es als erstes direkt bestimmte Rezeptoren im Gehirn an. So wirkt es am Anfang noch stimulierend; seine Wirkung wird von vielen Rauchern als leistungs- und konzentrationssteigernd empfunden.

Doch dieser Effekt hält nur eine kurze Zeit an; es folgen schnell Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen oder Angstzustände. Um diese zu überwinden, verlangt der Körper nach mehr und mehr Nikotin – der Beginn eines Teufelskreises, aus dem es kaum ein Entkommen gibt. Die Sucht nach Nikotin ist von ihrer Intensität her vergleichbar mit der nach harten Drogen wie Heroin oder Kokain.

Der scheinbar erfrischende Effekt einer Zigarette wird noch verstärkt bei zusätzlichem Konsum von Koffein. Dadurch ist aber auch der Kontrast zu den Entzugserscheinungen heftiger, sodass die insbesondere bei sogenannten Nachtmenschen häufige morgendliche Kombination von Kaffee und Zigarette alles andere als gesund ist. Sie kann zudem die ohnehin schon vorhandene Störung des Biorhythmus verstärken.

Weitere Stoffe die Probleme bereiten

Aber auch die anderen Stoffe im Tabakrauch sind nicht zu unterschätzen. Durch das enthaltene Kohlenmonoxid, das sich an rote Blutkörperchen anlagert, wird die Transportfähigkeit des Blutes für Sauerstoff herabgesetzt. Auswirkungen des RauchensDer Körper reagiert, indem er mehr rote Blutkörperchen produziert; das Blut wird dickflüssiger. Die Gefahr von Arteriosklerose steigt, und damit die von Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Es drohen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Doch auch im Bein kann es zu Arterienverkalkung kommen. Meist ist das sogenannte Raucherbein die Folge: die Bildung von Geschwüren und das Absterben des Gewebes. Der letzte Ausweg ist nicht selten eine Amputation.

In den Atemwegen werden die sogenannten Flimmerhärchen gelähmt und bei fortgesetztem Tabakkonsum schließlich zerstört. Die Folge ist eine chronische Bronchitis, der sogenannte Raucherhusten. Hinzu kommt eine Schwächung der Lungenstruktur an sich; der Raucher bekommt schwer Luft und hat eine weitaus geringere Ausdauer als ein gesunder Erwachsener. Auch das Risiko von Asthma ist bei Rauchern dramatisch erhöht. Generell besteht der Einfluss des Rauchens auf den Körper darin, ihn für Krankheiten anfälliger zu machen und diese aktiv zu fördern.

Rauchen beeinträchtigt auch die Schönheit

Aber auch ästhetische Probleme sind häufig vertreten unter Rauchern: Die Fingernägel und Zähne verfärben sich gelblich-braun; zudem führt Rauchen zu schlechtem Atem. Durch das Rauchen wird das Kollagen in der Haut schneller abgebaut und langsamer wieder hergestellt; die Folge ist eine gräuliche, faltige Haut, die Raucher um einiges älter erscheinen lässt, als sie eigentlich sind.

Zieht man all diese Aspekte in Betrachtung, scheint es schon fast ironisch, dass Menschen auch noch Geld dafür bezahlen, ihren Körper dermaßen zu schädigen, während andere sehr viel Geld dafür hinblättern, schöner auszusehen oder gesünder zu leben. Doch einer Sucht zu entkommen erfordert enorme Willensstärke, und wer ist ohne die Hilfe von Freunden oder Bekannten versucht, ist schon fast automatisch zum Scheitern verurteilt.

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