Aufhören zu rauchen, aber warum?

Aufhören zu rauchen

“Ich rauche gern” – wer erinnert sich nicht an diesen trotzigen Werbespruch eines namhaften Zigarettenherstellers? Überzeugte Nichtraucher empfanden das als ausgemachte Provokation, aber so mancher Raucher dachte insgeheim, dass dieser Slogan seine Einstellung zum Rauchen treffend wiedergibt. Rauchen ist Genuss für sehr viele Menschen – das ist eine unbestreitbarer Tatsache. Und beim Genießen denkt man nun mal ungerne an die negativen Folgen. Aber diese Haltung lässt sich nicht ernsthaft vertreten, wenn der Genuss wie der Tabaksumme tödlich enden kann.

Gründe für das Aufhören zu rauchen

Die Gesundheitsgefährdung, die vom Rauchen ausgelöst wird, bedeutet nicht nur eine deutliche Verkürzung der Lebenserwartung, wie viele Nikotinabhängige gerne glauben möchten. Gerade unter jungen Rauchen findet man oft die Einstellung, dass es ihnen herzlich egal ist, ob sie 95 oder nur 85 Jahre alt werden. Nein, Rauchen schädigt die Gesundheit von der ersten Zigarette an massiv:

Die Durchblutung wird beeinträchtigt, das Atmen und die Sauerstoffversorgung werden behindert. Beides sieht man sogar jugendlichen Rauchern schon an: Fahle, schlecht durchblutete Haut, die verstärkt zu Unreinheiten neigt, ist keine Seltenheit. Rauchen aufhörenUnd Kurzatmigkeit bei sportlichen Anstrengung aufgrund Nikotin-Missbrauchs bei Schülern wird von vielen Sportlehrern beklagt.

Das Risiko, an Krebserkrankungen der Lunge, der Bronchien oder des Mund-Rachen-Raums zu erkranken, ist bei Rauchern deutlich höher als bei Nicht-Rauchern und zwar lebenslang. Es ist eine Illusion zu glauben, dass derartige Karzinome erst im hohen Alter auftreten werden – gerade der starke Anstieg der Lungenkrebserkrankungen bei Frauen aller Altersgruppen aufgrund des Rauchens beweist das Gegenteil!

Und auch die Amputation eines Beinen aufgrund von Durchblutungsstörungen, die durch jahrelangen Zigarettenkonsum verursacht wurden (Stichwort: “Raucherbein”), ist keine Operation, die erst jenseits der 80 erforderlich wird. Rauchern, die diesbezügliche Zweifel hegen, sei ein Krankenhausbesuch dringend ans Herz gelegt. Wollen sie tatsächlich auch so enden?

Geld wird effektiv verbrannt

Wer vorzieht, die Gesundheitsschäden durch das Rauchen zu ignorieren, kann vielleicht durch ein handfestes materielles Argument vom Rauchen aufhören überzeugt werden: Wie viel Geld wird jeden Monat fürs Rauchen buchstäblich “verbrannt”? Schon bei einer Schachtel am Tag sind es über 150 Euro. Was kann man mit diesem Geld alles machen? Raucher sollten sich einen Wunschzettel erstellen mit Dingen, für die sie das gesparte Geld gerne ausgeben würden – das kann eine gute Motivation fürs Aufhören sein.

Und schließlich kann sich ein Raucher fragen, ob ihm das Gefühl gefällt, von Zigaretten abhängig zu sein? Sucht ist immer Aufgabe von Selbstbestimmung und damit auch erniedrigend. Ist es nicht erstrebenswert durch das Aufhören zu rauchen, gesund und frei zu werden?

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