Aufbau und Funktion einer Elektro-Zigarette

Aufbau Elektro-Zigarette

Die Elektro-Zigarette ist ganz ohne Zweifel auf dem Vormarsch. Viele Raucher haben die Begriffe eZigarette oder elektronisches Rauchen zumindest mal gehört oder sogar im Bekanntenkreis schon einen „Dampfer“, wie sich die Umsteiger zur Abgrenzung von den Tabakrauchern nennen. Der folgende Artikel ist für alle gedacht, die wissen wollen, wie die elektrische Zigarette denn nun tatsächlich funktioniert. Entwickelt wurden die elektronischen Rauchgeräte in China. Besonders in den letzten zwei Jahren setzte sich der Trend auch in Europa immer mehr durch. Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Modelle. Das beginnt mit dem Typ, der einer Tabakzigarette sehr ähnlich sieht, und geht bis zu hochmodernen Hochleistungsverdampfern, die mit dem Ursprungsvorbild optisch fast nichts mehr gemeinsam haben. Der Aufbau ist allerdings immer gleich.

Die Einzelteile einer Elektro-Zigarette

  • Akku
  • Verdampfer
  • Depot

Der Akku sorgt für den nötigen Strom der elektrischen Zigarette. Er sitzt immer vorne in der Zigarettenspitze. Je größer der ist, desto seltener muss er natürlich auch nachgeladen werden. Das ist komfortabel. Es hat aber gerade für Umsteiger, die gerne etwas in der Hand halten wollen, was ihrer alten Tabakzigarette gleicht, den Nachteil, dass die E-Ziggi dem Vorbild immer weniger ähnelt.

Der Verdampfer folgt dann von vorne nach hinten gesehen als nächste Einheit. In ihm wird (auf einer kleinen Heizspirale) die Flüssigkeit, das sogenannte Liquid verdampft. Es ist das anfälligste Bauteil und muss dementsprechend am schnellsten ausgetauscht werden.

Das Depot ist der Behälter, in dem das Liquid aufbewahrt wird und von dem es in den Verdampfer fließt. Es befindet sich immer im Mundstück der elektronischen Zigarette. Es gibt Wattedepots, in das die Flüssigkeit geträufelt wird aber auch Tanks, in die das Liquid gegeben wird. Doch dazu später mehr.

Durch Ziehen am Mundstück entsteht ein Unterdruck. Entweder automatisch oder per Knopfdruck wird der Verdampfungsprozess in Gang gesetzt. So einfach entsteht vollmundiger, stabiler Dampf – wohlbemerkt Dampf, kein Rauch.

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Typen

Inzwischen gibt es unzählige Modelle an elektrischen Zigaretten. Das Dumme für den Dampfer ist dabei allerdings, dass diese untereinander meist nicht kompatibel sind. Selbst Bauteile gleicher Typen können von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich ausfallen. Deshalb sollten Umsteiger sich vor der Anschaffung schon mal ein ungefähres Bild davon machen, was sie von der eZigarette erwarten. Egal, für welchen Typ sich der Umsteiger entscheidet, der Preis für das Starterpaket ist sehr ähnlich. Der liegt für ein Doppelset E-Zigaretten mit Zubehör bei rund 80 Euro.

Micro- oder Mini-E-Zigarette

Mit rund 10 Zentimetern sind sie die kleinsten aller Modelle. Sie sehen damit der Tabakzigarette am ähnlichsten. Beim Ziehen leuchtet sogar eine LED-Glut an der Spitze auf. Der Akku ist allerdings sehr schwach und muss häufig (nach ca. 10 – 15 Zigaretten) nachgeladen werden. Aus diesem Grund geht der momentane Trend weg von diesen „Minis“. Weitere Eigenschaften: kleines Wattedepot, Automatikakku. Zielgruppe: Wenigdampfer, die den seltenen Genuss suchen, oder für Dampfer, die eine wie „echt“ wirkende Zigarette zwischen den Fingern halten wollen.

Pen-Modelle

Diese Typen gleichen einem stylischen Kugelschreiber und sehen schon weniger wie eine Zigarette aus. eZigarette Aufbau FunktionSie sind deutlich länger und verfügen dementsprechend über einen größeren Akku. Auch bei diesem Modell funktioniert dieser automatisch beim Ziehen. Das hört sich erst einmal komfortabel an, hat aber den Nachteil, dass das ganze System durch austretendes Liquid möglicherweise verkleben kann und damit störungsanfälliger ist. Eigenschaften: größeres Wattedepot, Automatikakku. Zielgruppe: Durchschnittsraucher.

510-Modelle

Sie sind mit den Pen-Modellen vergleichbar – allerdings nur optisch. Den im Inneren steckt ein deutlich stärkerer Akku, der manuell über Tastendruck ausgelöst wird. Steht hinter der 510 noch ein T ist ein Tank als Depot eingebaut. Die Tanks sind größer und deutlich einfacher zu befüllen. Eigenschaften: Tankdepot, stärkerer, manueller Akku. Zielgruppe: Wer sonst ca. 15 – 20 Zigaretten gepafft hat, sollte damit locker über den Tag kommen.

eGo-T-Modelle

Bei dieser Ausführung erinnert fast nichts mehr an eine klassische Zigarette. Weil das System aber am ausgereiftesten ist, verkauft sich diese Modellreihe zurzeit am besten. Es gibt Akkus mit bis zu 1.300 Milliamperemeter. Die halten damit fast zehn Mal länger als die Mini-E-Zigarette. Liquidtanks sind genauso Standard wie manuelle Verdampfer, die weniger störanfällig sind. Über Tastendruck kann der Akku komplett gesperrt werden. Das ist vor allem beim Transport vorteilhaft, da sich die E-Zigarette durch ungewollten Tastendruck nicht selbstständig machen kann.

Inzwischen gibt drei Typen der eGo-T. Die Modelle A und B unterscheiden sich hauptsächlich in der Akkuleistung. Das C-Modell ist eine echte Innovation, weil dabei auch das eigentliche Verdampferinnenleben kostengünstig gewechselt werden kann. Eigenschaften: Tankdepot, extrem starker, manueller Akku, alle Einzelteile können getauscht werden. Zielgruppe: Komfortdampfer.

Neben diesen „Zigarettentypen“ gibt es noch E-Zigarren, E-Pfeifen und echte Hightech-Modelle mit meist noch größeren und ausgereifteren Akkus.

Das Liquid für das E-Dampfen

Die Flüssigkeit ist natürlich das Salz in der „Dampfersuppe“. Das Liquid ist in unzähligen Geschmacksrichtungen erhältlich. Generell wird in drei Grundrichtungen unterschieden: Tabak, Frucht und Diverse. Hier nur mal ein kleiner Auszug der Möglichkeiten: Camel, Cigar Cherry, Turkish Tobacco, Apfel, Erdbeere, Tutti Frutti, Amaretto, Cappuccino, Lakritz, Menthol. Umsteiger greifen meist zunächst auf die Tabakrichtungen zurück. In ein Anfängerset gehören aber ganz sicher auch andere Varianten. Denn gerade die Vielfalt macht das Dampfen erst richtig interessant.

Verfasst von Gröj Eklib

Funktionsweise Elektrozigarette

Elektrische Zigarette

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Ein Kommentar zu “Aufbau und Funktion einer Elektro-Zigarette”

  1. F. T. sagt:

    Hallo!

    Mit der Kompatibilität ist es doch wie mit den Rasierklingen oder den Handy-Lade-Geräten. Die Handys sind nun geklärt. Doch ich habe 4 oder 5 verschiedene Rasierer zu Hause, weil die Klingen nicht kompatibel sind. Mal sehen, ob mal ein Gesetz für die Kompatibilität bei elektrische Zigarette kommt.:-)
    Liebe Grüße

    Fred

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